Viking Ship Museum in Oslo

Diese Seite kann nur eine Minimaldarstellung sein und höchstens dazu dienen, den Ausstellungsrahmen des Museums zu umreißen, sowie einen eigenen Besuch nahezulegen.

Das Museum besteht aus einem imposanten Hallenbau mit kreuzförmigem Grundriß (oder in Thorshammerform) und beherbergt die Wikingerschiffsfunde von Oseberg, Gokstad, Tune und Borre. Die Auffindung der Wikingerschiffe ist für die Kenntnis der norwegischen Wikingerzeit von außerordentlicher Bedeutung. In vielen anderen Fundstätten sind sonst nur Metallgegenstände erhalten, dies ist besonders im Osebergfund anders; die große Anzahl an Holzgegenständen gibt ein umfassendes Bild darüber, welche Rolle diese Gegenstände im täglichen Leben gespielt haben. Die Ausstellung ist folgendermaßen aufgebaut:

 

Der Osebergfund spielt in der Ausstellung eine dominierende Rolle und wird etwas ausführlicher behandelt. Das schmälert aber keineswegs die Bedeutung des Gokstad- und Tuneschiffes. Der mächtige Vordersteven des Osebergschiffes ist auch das Erste, was den Eintretenden begrüßt. Er zeigt nicht nur den hohen Stand der Schiffsbautechnik, sondern auch die enorme Kunstfertigkeit der Holzschnitzer.

Vieles, was man vor diesen Funden von den Wikingerzeitlichen Stilrichtungen wusste, leitete sich von der Metallkunst her. Das reiche Material dieser Holzschnitzereien gab den entscheidenden Erkenntnisgewinn, daß die Holzschnitzer offensichtlich die maßgebenden stilschaffenden Künstler gewesen sind. Die Tierkopfpfosten, die Schlittendeichseln, die Steven, viele Holzgegenstände des täglichen Lebens, der Küchausstattung, Werkzeuge zur Textilbearbeitung und vieles mehr geben ein gutes Bild... oder zumindest eine Ahnung von der hohen Kunstfertigkeit der Nordleute.

 

 

Randbemerkungen und Hinweise

Aber auch darüber hinaus ist das Museum ein wahrer Augenschmaus. Die monumentale Ästhetik des Hallenbauwerks mit dem schmiedeeisernen Inventar usw. erzeugen eine Aura zeitloser Erhabenheit. Interessanterweise gaben hier auch schon die Klangkünstler von Wardruna einige Konzerte.

Wer sich ein etwas detaillierteres, aber immer noch allgemein gehaltenes Bild verschaffen möchte, dem empfehle ich das Buch: Der Osebergfund und die anderen Wikingerschiffsfunde von Thorleif Sjøvold, Oslo 1976. Bei Interessen einfach mal googeln, ist nur noch über ein Antiquariat zu haben.

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Seiteninfo: 1.Autor: ING | 2.Autor: - | Weitere Autoren: - | Stand: 01.01.2017 | Urheberrecht beachten!